Perspektiven für die ehrenamtliche wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Biodiversität – Datensammlung, Transfer und Nutzung für die wissenschaftliche und praktische Anwendung

Trotz schulischer und außerschulischer Natur- und Umweltbildung scheinen einerseits das Wissen und die Kenntnisse über die Natur und ihre Vielfalt in der Gesellschaft aktuell rückläufig zu sein, was die Akzeptanz für bestimmte Maßnahmen und notwendiges Handeln schwächt. An den Hochschulen werden in den naturschutznahen Disziplinen inzwischen deutlich weniger naturkundige Spezialisten mit umfassenden Tier- und Pflanzenartenkenntnissen als früher ausgebildet. Viele die Natur und ihre Bestandteile beobachtende und erforschende wissenschaftliche Institutionen und Vereine haben andererseits seit Jahrzehnten ehrenamtlich und zum Teil autodidaktisch ihre Beobachtungen und gesammelten Daten für die wissenschaftliche Auswertung und umsetzungsorientierte Planungen zur Verfügung gestellt oder auch selbst ausgewertet. Die für Naturschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt zuständigen staatlichen Verwaltungen verfügen über immer weniger ausgebildetes Fachpersonal zur Umsetzung ihrer Aufgaben und werden auch künftig auf die Zuarbeit von ehrenamtlichen Spezialisten angewiesen sein.

Zum Auftakt von 2011 - Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit wurde in einem Workshop vor allem der Frage nachgegangen, wie die Perspektiven der ehrenamtlichen Forschung auf dem Gebiet der Biodiversität aussehen.

Der DRL hat kompetente Referentinnen und Referenten für Vorträge gewinnen können. 40 Expertinnen und Experten aus wissenschaftlichen Vereinigungen, Verbänden, staatlichen Verwaltungen, Planungsinstitutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit Fragen der biologischen Vielfalt und des Naturschutzes befassen, diskutierten lebhaft, wie Menschen für die ehrenamtliche Forschung begeistert werden können.

Die Ergebnisse des Workshops haben wir für Sie zusammengefasst.
Auch beim Dialogforum Ehrenamt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) am 17./ 18. Februar 2011 wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Eine weitere Veranstaltung zum Thema Ehrenamt wird am Freitag, 15. April 2011angeboten vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), Naturschutzverband Niedersachsen (NVN), Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammen mit der Region Hannover: "Auftaktveranstaltung: Artenerfassung und Gebietsmonitoring in der Region Hannover mit dem eMapper" in Laatzen. Mehr ...

Das Projekt wird gefördert durch das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

 

 

letzte Aktualisierung: 25.07.2014